Heute an einem schönen Sonntag Nachmittag fuhren wir zu den Moeraki Boulder Rocks. Das ist eine Gesteinssammlung an der Ostküste von Otago. Die Steine sehen aus wie riesige Kugeln und wurden von den Gezeiten freigespült. Heute sind sie eine beliebte Touristenattraktion.
Vom 12.-14. Sept. 2008 war wieder mal Road Trip angesagt! Das Ziel war Queenstown, welches inmitten der NZ-Alpen liegt und als Das Ischgl Neuseelands gilt.
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Queenstown ist nicht besonders gross, hat aber sehr viele Freizeitaktivitäten das ganze Jahr über zu bieten. Im Winter (Juni bis August) kann man auf den umliegenden präparierten Pisten Wintersport jeglicher Art betreiben. Selbst Helitouren in die Berge werden rel. günstig angeboten. Im Sommer (November bis Januar) ist Bungee-Springen, Paragliding und Fallschirmspringen besonders beliebt.
Da wir (Andreas, Delf, Marcus und ich) alle noch keine Lebensversicherung abgeschlossen haben, entschieden wir uns für eine ungefährlichere Wanderung in den umliegenden Bergen. Marcus hatte zuvor von seinem Professor den “Ben Lomond Track” als Wandertipp bekommen, dem wir dann auch blind folgten… Wir rechneten laut Reiseführer mit etwa 7-8 Stunden Marsch und etwa 1000 Höhenmeter. Auf halber Strecke sollte man den Gipfel des Ben Lomond in 1700m Höhe ersteigen können.
Letztlich war die Tour dann 9 Stunden lang und auch recht anstrengend. Da wir aber alle nicht aus Zuckerwatte sind, haben wir uns durchgekämpft und sogar fast den Gipfel erreicht. Die Aussicht von dort oben habe ich fotografisch festgehalten, wobei die beeindruckende Weite auf den Bildern nie so rüberkommt, wie man es vor Ort empfindet.
Als wir nach den besagten 9 Stunden wieder im Tal bei Arthurs Point angekommen waren, schmerzten die Glieder etwas und wir bestellten uns ein Taxi,, um wieder nach Queenstown zur YHA zu gelangen. Der Rest des Tages bestand dann nur noch aus Essen, Trinken und 20:30h Schlafen gehen
Im April diesen Jahres haben ich an einem von der Otago Universität organisierten Bone-Carving Kurs teilgenommen. Bone-Carving (Knochenschnitzen) ist eine alte Tradition der Ureinwohner Neuseelands. Die Maori haben früher hauptsächlich aus Fischknochen religiös bedeutsame Formen geschnitzt und diese als Schmuck getragen. Neben der kulturellen Bedeutung gab es aber auch praktische Formen, wie z.B. Kämme oder Nadeln zum Tätowieren. Die Ursprünge der neuseeländischen Kultur stammen aus Polynesien, von wo die ersten Bewohner die Doppelinsel besiedelten.
Um 1850 kamen die ersten europäischen Siedler nach Neuseeland. Im Gegensatz zu Australien oder Amerika hat man gerade in den letzten Jahren sehr viel für die Kulturerhaltung in Neuseeland getan. Die Maori-Künste sind im ganzen Land zahlreich zu finden. Neben den Knochenschnitzereien findet man viele hölzerne Statuen und Gedenkstätten. Der Haka z.B. ist einer der bekanntesten traditionellen Tänze und wird oft bei Staatsempfängen oder vor Spielen der Rugby Nationalmannschaft (All Blacks) aufgeführt.
Hier sind nun meine ersten Knochen- und Steinschnitzereien zu sehen. In unserem Kurs haben wir präparierte Rinderknochen benutzt. Man skizziert zuerst die gewünschte Form auf Papier und überträgt sie dann auf den Knochen. Dann sägt man die Form grob aus und verfeinert sie mit einem kleinen Fräse. Die letzten Feinarbeiten bestehen aus Feilen, Schmirgeln und anschliessendem Polieren mit Edelstahlpolitur. Den Stone-Carving Kurs habe ich gestern erst begonnen; die Arbeitsweise ist ähnlich wie beim Knochenschnitzen.