17. September, 2008

Stewart Island – dem Südpol ganz nahe…

Filed under: Exkursionen — Guido @ 00:15


Größere Kartenansicht

Mein Ausflug im Mai zur Stewart Insel ist zwar schon ein Weilchen her, aber dennoch habe ich einige interessante Fakten über die Insel zu berichten…

Die Insel heißt in der Sprache der Maori Rakiura und ist die drittgrößte Insel Neuseelands. Mit einer Fläche von ca. 1750 qkm ist sie etwa zwei Drittel so groß wie das Saarland.

Stewart Island ist fast unbewohnt. Nur im kleinen Fischerdorf Oban (der einzige Ort überhaupt) leben etwa 400 Menschen fern ab von jeder Hektik. Auf Rakiura scheinen die Uhren langsamer zu ticken. Der einzige Supermarkt ist Treffpunkt des ganzen Dorfes. Hier kennt jeder jeden und an der Kasse werden gerne Neuigkeiten von der Insel und dem Festland ausgetauscht.

Stewart Island ist per Helikopter, Flugzeug oder Fähre zu erreichen. Letztere Verbindung dauert etwa eine Stunde und kostet umgerechnet 50 Euro inkl. Rückfahrt. Unsere Gruppe von sechs Freunden kam per Schiff und wir haben uns in einer der zwei Jugendherbergen, dem “Stewart Island Backpackers” einquartiert. Für neuseeländische Verhältnisse war der Aufenthalt dort mit umgerechnet 15 Euro pro Nacht eher teuer. Das mag daran liegen, dass auf der Insel der Strom aus einem Dieselkraftwerk(chen) kommt und die Strompreise etwa vierfach so hoch sind wie auf dem Festland.

Von Oban in der Halfmoon Bay (Halbmond-Bucht) aus, machten wir einen Tagesausflug nach Ulva Island. Das ist eine kleine Insel, die man per Wassertaxi in etwa 15 Minuten erreichen kann. Auf Ulva Island leben sehr seltene Vogelarten und das Besondere ist, dass es hier keine natürlichen Feinde für die einheimischen Tiere gibt. Die Vögel leben wie in einem Paradis, das nur von wenigen Touristen “gestört” wird. Daher ist die Fluchtdistanz der Vögel auch sehr gering und man kann sie aus nächster Nähe beobachten. Einige Exemplare der Kekas waren sogar so frech und haben an allem gezupft und gezerrt, was nicht gerade beaufsichtigt wurde. Ein Keka hat sich dann sogar in meine Fototasche gesetzt… ;-)

16. September, 2008

Bone-/Stone-Carving

Filed under: Sonstiges — Guido @ 13:53

Im April diesen Jahres haben ich an einem von der Otago Universität organisierten Bone-Carving Kurs teilgenommen. Bone-Carving (Knochenschnitzen) ist eine alte Tradition der Ureinwohner Neuseelands. Die Maori haben früher hauptsächlich aus Fischknochen religiös bedeutsame Formen geschnitzt und diese als Schmuck getragen. Neben der kulturellen Bedeutung gab es aber auch praktische Formen, wie z.B. Kämme oder Nadeln zum Tätowieren. Die Ursprünge der neuseeländischen Kultur stammen aus Polynesien, von wo die ersten Bewohner die Doppelinsel besiedelten.

Um 1850 kamen die ersten europäischen Siedler nach Neuseeland. Im Gegensatz zu Australien oder Amerika hat man gerade in den letzten Jahren sehr viel für die Kulturerhaltung in Neuseeland getan. Die Maori-Künste sind im ganzen Land zahlreich zu finden. Neben den Knochenschnitzereien findet man viele hölzerne Statuen und Gedenkstätten. Der Haka z.B. ist einer der bekanntesten traditionellen Tänze und wird oft bei Staatsempfängen oder vor Spielen der Rugby Nationalmannschaft (All Blacks) aufgeführt.

Hier sind nun meine ersten Knochen- und Steinschnitzereien zu sehen. In unserem Kurs haben wir präparierte Rinderknochen benutzt. Man skizziert zuerst die gewünschte Form auf Papier und überträgt sie dann auf den Knochen. Dann sägt man die Form grob aus und verfeinert sie mit einem kleinen Fräse. Die letzten Feinarbeiten bestehen aus Feilen, Schmirgeln und anschliessendem Polieren mit Edelstahlpolitur. Den Stone-Carving Kurs habe ich gestern erst begonnen; die Arbeitsweise ist ähnlich wie beim Knochenschnitzen.

12. September, 2008

Achmed the dead Terrorist

Filed under: Sonstiges — Guido @ 16:43

Einfach mal anschauen und wirken lassen… ;)