12. September, 2008

Achmed the dead Terrorist

Filed under: Sonstiges — Guido @ 16:43

Einfach mal anschauen und wirken lassen… ;)

31. August, 2008

Wir sind umgezogen!

Filed under: Sonstiges — Guido @ 23:21

Am 28. August sind Christine und ich ins Abbey College umgezogen; nun wohnen wir etwas näher an der Uni und am Stadtzentrum.


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“Das Abbey” ist ein ehemaliges Hotel und wurde von der Otago Universität zu einem Postgraduierten-Wohnheim umgebaut. Nun haben hier etwa 70 Studenten Platz zum Wohnen und Studieren.

Leben im Abbey bedeutet, dass man sich um nichts mehr kümmern muss. Es gibt eine Vollverpflegung mit Frühstück, Lunch und Dinner. Getränke sind ebenso frei, wie alle Einrichtungen der Anlage. Es gibt einen Pool, eine Sauna, einige TV-Räume, einen Billardtisch, eine Bibliothek, eine Lounge mit gemütlichen Ledersofas, Kamin und einem stets gefüllten Jura Kaffeevollautomaten :)

Es stehen Waschräume mit zahlreichen Waschmaschinen und Wäschetrocknern zur freien Verfügung. Das ganze Gelände ist von einem grossen Zaun umgeben und wird rund um die Uhr von Campus-Watch bewacht. Nicht dass es hier wirklich etwas zu bewachen gibt, wenn man von den betrunkennen Studenten von der Castle Street absieht…

Wir wohnen unter dem Dach in einem riesigen “Pärchenzimmer”, was noch Hotelzeiten als luxus-Variante bezeichnet wurde. Das Zimmer hat ein eigenes Bad, einen Balkon, TV und ist komplett möbliert. Da wir schon oft im Abbey zu Besuch waren und hier bereits viele Freunde gefunden haben, fiel uns die Entscheidung mit dem Umzug nicht schwer. Man findet hier immer einen Gesprächspartner. Es sind viele Nationalitäten vertreten, was das ganze natürlich noch interessanter macht.

14. August, 2008

Ich lebe noch :)

Filed under: Sonstiges — Guido @ 07:52

Nach längerer Schreibpause nun wieder ein Lebenszeichen von mir… Meine letzte Klausur und viel Arbeit aus Deutschland haben mich zeitlich so sehr in Anspruch genommen, dass ich einfach kein Futter mehr für meinen Blog hatte.

Leider war auch das Wetter die letzten Monate nicht mehr so toll, so dass kaum noch Fotos entstanden sind. Das soll sich bald wieder ändern!

Zurück zur Klausur (externes Rechnungswesen/Bilanzen):

Am Samstag, den 12. Juli 2008 um 9:00Uhr deutscher Zeit war der Termin angesetzt. Da ich in der Zeitzone +10 Stunden lebe, war dies abends 19Uhr nach neuseeländischer Zeit. Die Klausur durfte nur unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, daher musste ich von Dunedin nach Wellington zur Deutschen Botschaft bzw. zum Goethe Institut fliegen (immerhin 800km Flugstrecke). Schon Monate im Voraus hatte ich dort einen Termin organisiert, damit auch nichts mehr schief gehen konnte.


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Nach wochenlanger Vorbereitung in der Bibliothek der Otago-Universität in Dunedin rückte der Tag der Klausur immer näher. Zwischenzeitlich hatte ich mir auch einen Flug gebucht und eine Unterkunft in Wellington besorgt. Um kein zeitliches Risiko einzugehen, bin ich schon am Freitag (11.07.) vor der Klausur nach Wellington gereist. Ein Freund hatte mich freundlicherweise zum Flughafen in Dunedin gebracht und ab da lief alles wie am Schnürchen…

Der Flieger kam pünktlich und der Flug war angenehm ruhig. Die Sicht über die Südinsel ist schon beeindruckend, aber so richtig genießen konnte ich das bei der ganzen Anspannung nicht. Am Flughafen in Wellington erwartete mich schon mein Airport-Shuttle Fahrer mit einem Schild Mr. Santo!
Im Welleywood Backpackers wurde ich wie überall in Kiwiland freundlich empfangen und ich konnte mein Gepäck in meinem Zimmer abladen.

Eine Übernachtung im Backpacker in NZ ist übrigens äußerst günstig. Man bekommt ein Bett pro Nacht schon ab 20 NZ$ (etwa 10 Euro), wobei 35 NZ$ schon die absolute Obergrenze ist. Tatsächlich ist nicht unbedingt das Zimmer für 35 NZ$ das schönere. Das beste Backpackers war ganz im Süden in Invercargill: 23 NZ$ die Nacht und es hatte den Charm von ‘Omas Wohnung’. Der Gemeinschaftsraum sah aus wie bei Oma… mit altem Sofa, einer gemütlichen Essecke, etwas altbacken eingerichtet und mit offenem Kamin für kalte Winterabende… ok, Ich schweife ab :)

Es war also Freitag, ein Tag vor dem großen Finale meines Studiums. Ich habe mich noch ein letztes Mal zusammengerissen und meine fast lieb gewordenen Karteikarten mit den ganzen Buchungssätzen und Verbalfragen durchgekaut. Ich konnte sie sprichwörtlich auswendig, was für die Klausur auch absolut nötig war! Nach einer unruhigen Nacht und einer längeren Unterhaltung mit zwei deutschen Zimmergenossen, die auf der Durchreise waren, war dann der final countdown!
An diesem Samstag sollte über Freude oder Leid eines tübinger Studenten entschieden werden. Ich wusste, wenn ich die Klausur dieses Mal endlich packe, dann ist das Diplom in der Tasche und der lange Leidensweg hat endlich ein Ende. Mit letzten Reserven habe ich auch noch an diesem Tag meine Karten gepaukt. Jedes Detail hätte klausurentscheidend sein können. Da die Klausur ja erst am späten Abend war, hatte ich viel Zeit zum nervös werden.

Gegen 18Uhr packte ich dann meinen Taschenrechner, die Gesetzestexte (HGB und Aktiengesetz) und Schreibzeug ein und machte mich auf den Fußweg zum Goethe-Institut in der Cuba Street, welches ganz in der Nähe vom Welleywood Backpackers liegt. Es war ja Samstag Abend und die Cuba Street ist eine der Hauptattraktionen im Wellingtoner Nachtleben. An diesem Abend war zudem noch ein Rugby-Spiel der All Blacks (Nationalmannschaft der Kiwis, die hier gottgleich verehrt wird). Alle Fans waren auf den beinen und in Feierstimmung – eine hervorragende Klausuratmosphäre also :)

Im Goethe-Institut wurde ich herzlichst von Frau Lisa M. empfangen, die mir auch gleich das Du anbot, was die Stimmung sehr auflockerte. Sie hatte im Vorfeld bereits alle Modalitäten mit meiner Uni abgeklärt und sie war meine ständige Ansprechpartnerin schon von Deutschland aus. Sie war mir also nicht agnz fremd, wenn ich sie auch noch nie live gesehen oder gehört hatte.
Es war nun etwa 18:45 und wir wartete nur noch auf die Email aus Deutschland mit der Klausur. Pünktlich wie abgesprochen kam dann auch die Klausur und ich konnte um 19Uhr planmäßig anfangen. Nach etwa 30Min. konnte wurde ich sehr entspannt und ruhig, da ich an den Aufgaben schon sehen konnte, dass ich die Klausur schaffen müsste. Ich musste die Aufgaben nur nach der reihe bearbeiten und das Ding war eingetütet. Nach 2 1/2 Stunden Bearbeitungszeit war die Klausur rum. Ich konnte es kaum glauben, dass ich hier am anderen Ende der Welt sitze und DIE Klausur in einer Samstag Nacht mit gutem Gefühl abgeben konnte. Ich wusste es schon, dass es mit dem Teufel zugehen müsste, wenn ich die nicht bestanden habe.
Nach einer herzlichen Verabschiedung und 180 NZ$ Klausur-Antritts-Gebühr leichter, lief ich noch von Adrenalin benebelt zufrieden durch die Nacht Richtung Welleywood Backpackers. Das Gefühl der Erleichterung war unbeschreiblich. Es lief gut und ich konnte wirklich voller positiver Hoffnung auf das kommende Ergebnis warten. Letztlich habe ich es dann ja auch zwei Wochen später erfahren… Bestanden! ;-) Was soll man da sagen? Whitney Houston sang 1988 zu Olympia in Seoul mal:

I want one moment in time
when I’m more than I thought I could be
when all of my dreams are a heartbeat away
and the answers are all up to me
give me one moment in time
when I’m racing with destiny
then in that one moment in time
I will feel I will feel eternity

So fühlt sich sowas an *g*

Um noch etwas weniger spektakuläres zu berichten: Am letzten Wochenende haben wir wieder mal einen kurzen Ausflug zum nahe gelegenen Strand unternommen. Die Tage werden nun wieder länger und das Wetter besser. Es wird bals Frühling und wir wollten unsere Lenkdrachen ausprobieren…

Vorbereitungen

Selbst im Winter ist das Meer immer wieder schön anzusehen. Es war nach längerer Durststrecke mal wieder richtig sonnig, doch leider wollte der Wind nicht so recht wehen. Zum Drachensteigen war das also kein besonder günstiger tag, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.